Zeitumstellung mit Babys und Kleinkindern meistern

Aktualisiert: 24. Okt.


Zeitumstellung mit Babys und Kleinkindern meistern Und frühes Erwachen vermeiden
Zeitumstellung mit Babys und Kleinkindern meistern

Es ist wieder soweit, trotz zahlreicher Diskussionen darüber, wird auch diesen Herbst wieder die Uhr umgestellt. Am letzten Sonntag im Oktober, werden in der Nacht von Samstag auf Sonntag, die Uhren von 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr umgestellt.

Super, denken sich jetzt viele, das heißt nämlich eine Stunde länger schlafen.

Aber leider nicht für uns Mamas und Papas. Denn unsere Kleinen, die vorher vielleicht um 6 Uhr aufgewacht sind, wachen dann plötzlich um 5 Uhr auf.

Damit das bei Dir nicht passiert und Du keine Panik vor der Zeitumstellung mit Deinem Baby haben musst, gebe ich Dir in diesem Blogartikel hilfreiche Tipps und Methoden an die Hand, wie Du Dein Baby sanft dabei unterstützen kannst, die Zeitumstellung gut zu meistern.


Inhalte:


 

Wie gehe ich am besten mit der Zeitumstellung bei kleinen Babys bis 6 Monaten um?

Bei kleinen Babys bis 6 Monaten hat eure Tag in der Regel noch nicht eine so feste Struktur. Dadurch hat die Zeitumstellung auch noch keine allzu großen Auswirkungen auf den Schlaf. Erst um den 6. - 7. Lebensmonat wird sich eine Tagesstruktur etablieren und der Schlaf entsprechend vorhersehbarer sein. Dann wird sich auch eine Zeitumstellung bei Deinem Baby bemerkbarer machen.

Ich rate Dir daher bei Babys bis 6 Monaten bzgl. der Zeitumstellung nichts zu unternehmen und einfach alles so zu nehmen wie es kommt - go with the flow


Dein Baby ist schon über 6 Monate, aber Du hast noch keine Struktur in Deinen Tagesablauf mit Deinem Baby etablieren können? In meinem Babyschlafkurs oder der Einzelberatung helfe ich Dir gerne dabei, das zu ändern.


 

Wie passe ich den Rhythmus an, damit mein Baby nicht zu früh aufwacht?


Für Babys über 6 Monate gibt es drei Optionen wie Du mit der Zeitumstellung umgehen kannst.


Option 1 - Passe den Tagesablauf Deines Babys eine Woche vorher schrittweise an

Damit Dein Baby nach der Zeitumstellung nicht übermüdet, rate ich Dir bereits eine Woche vorher damit anzufangen, die Schläfchen Deines Schatzes immer um 10 Minuten nach hinten zu verschieben. Diese Option ist die sanfteste für Dein Baby und macht vor allem dann Sinn, wenn Dein Baby ohnehin schon etwas mehr Schwierigkeiten mit dem Schlaf hat


Zum Beispiel:

Aus der Mittagsschlafzeit um 12 Uhr wird dann 12:10 Uhr und aus der Bettgehzeit um 19 Uhr wird 19:10 Uhr.

Das Ganze machst Du dann solange, bis Du bei einer Bettgehzeit 1 Stunde später angekommen bist. Dasselbe gilt dann natürlich auch für die Essenszeiten.


Option 2 - Lass die Zeitumstellung kommen und reagiere dann nach Bedarf

Lasse die Zeitumstellung einfach kommen und unternehme erstmal nichts vorab. Schau dann wie sich der Schlaf deines Babys entwickelt und bei Bedarf wendest Du dann Option 1 an. Dabei werden die Schläfchen immer wieder um 10 Minuten nach hinten verschoben bis Du bei 1 Stunde später angekommen bist,

Diese Option empfehle ich Dir vor allem dann, wenn Dein Baby generell keine großen Probleme mit Umstellungen hat.


Mein Tipp: Führe bei Bedarf einen Powernap von 20-30 min am Nachmittag ein, damit Dein Baby nicht übermüdet. Unterstütze Dein Baby bei diesem Powernap, es ist völlig egal wo und wie Dein Baby dann schläft, ob im Auto, Kinderwagen, Trage oder Bett.


Option 3 - Go with the flow

Wenn Dir die Vorbereitungsphase aus Option. 1 und das nachträgliche anpassen der Schlafenszeiten aus Option 2 zu umständlich erscheinen, dann ist es auch absolut ok, wenn Du gar nichts unternimmst und einfach

entspannt bleibst. In der Regel pendelt sich der Rhythmus mit der Zeit wieder von selbst ein.

Diese Option empfehle ich vor allem dann, wenn Dein Baby ohnehin ein unkomplizierter Schläfer ist.


Am Ende ist entscheidend, dass Du Dich mit der Option für die Du Dich entscheidest, gut fühlst. Wie bei allem braucht auch hier jeder seinen individuellen Weg und das ist auch gut so. Am wichtigsten ist, dass Du entspannt bleibst und Dich durch die Zeitumstellung nicht verrückt machen lässt.




 

Wie kann ich vorab dem frühen Erwachen nach der Zeitumstellung entgegen wirken, wenn mein Kleinkind bereits in der Kita ist?


Dein Baby oder Kleinkind geht bereits in die Kita oder wird unter der Woche tagsüber anderweitig betreut? Berechtigterweise frägst Du Dich jetzt, wie soll ich dem frühen Aufwachen nach der Zeitumstellung entgegen wirken und den Tagesablauf vorher beeinflussen und anpassen?


Genauso wie bei Option 1 kannst Du auch dann mit Deinem Kleinkind den Tagesablauf vorab anpassen und somit dem frühen Aufwachen entgegen wirken. Dazu empfehle ich Dir an dem Wochenende der Zeitumstellung den Tagesablauf anzupassen. Dafür startest Du beim Mittagessen bzw. Mittagsschlaf und verschiebst alles 30 min nach hinten.

Das Ganze macht Ihr dann am Sonntag nochmal und somit geht eure Kind am Abend der Zeitumstellung ca. 1 Stunde später ins Bett.


 

Tipps zur Schlafumgebung für Babys und Kleinkinder während der Zeitumstellung


Neben den oben genannten Möglichkeiten, kannst Du Dein Baby während der Zeitumstellung noch zusätzlich unterstützen.

Sorge dafür, dass der Schlafplatz weiterhin dunkel ist und wirklich keine Lichtquellen eindringen. Gerade bei der Zeitumstellung ist das entscheidend, denn es wird jetzt früher hell und Licht hemmt das Schlafhormon Melatonin und begünstig somit zusätzlich ein frühes Erwachen.


Gleichzeitig empfehle ich Dir die Wachphasen so gut es geht im hellen und an der frischen Luft zu verbringen. In der oft etwas chaotischeren Zeit hilft frische Luft und viel Bewegung auch dabei, die Stim­mung zu heben und die teils schweren Stun­den bis zur Schla­fens­zeit bes­ser zu über­ste­hen.

Das Wichtigste in diesen Tagen ist, dass Du den Tagesablauf mit Deinem Baby oder Kleinkind beibehältst, denn das gibt ihm Sicherheit. Achte dabei auf die üblichen Abläufe und Rituale, vor allem beim Essen und zu Bettgehen.


Die Zeitumstellung mit Baby und Kleinkind läuft sehr unterschiedlich ab. Tatsächlich ist es oft problemloser als wir es im Vorfeld gedacht hätten und manchmal kann es den Rhythmus komplett durcheinander bringen.

Sei Geduldig und hab im Hinterkopf, dass die innere Uhr Deines Babys ein bisschen Zeit braucht, um den neuen Rhythmus zu akzeptieren.



 






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